Fern und Nah
trifft sich in dir
Innen und Aussen
begegnen in mir
Jung und Alt
umspannt unser Ich.
Werden erfüllt sich
in der Wendung zum Dich
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Finden
Suche in dir das Ruhende
Suche im Ruhenden die Kraft
Suche in der Kraft die Wirkung
Suche in der Wirkung dich
Was wir sehen müssten
Wenn wir immer sähen
was wir sehen müssten
wären wir schon längstens dort
wo wir noch gar nicht sein wollen
Zum Licht
Alle Dinge sind licht
Siehst du es nicht,
liegt es daran
dass dein Auge
noch nicht
durchbricht.
Der Stachel
Woher rührt der Stachel
Eingeweide fressend
Lebenskraft versiegt
Woher rührt die Verwundbarkeit
alles vergessend
an Freude und Kraft
Blindheit des Täters
Lust des Opfers
Schwäche als Tribut
Blaues Band
Blaues Band der Seele
das sich bindet
zwischen mir und dir
flicht unbemerkt
mir Ewigkeit ins Herz.
Weltveränderer
Ist die Welt
wirklich so
wie ich sie sehe?
Nein
das ist sie nicht
aber sie wird so.
Herzzeit
Wie jedes Jahr
zur Frühlingszeit
blüh’n Baum und Feld
im Hochzeitskleid
und tausend liebe Vögelein
jubilieren silberfein
Doch jedes Jahr ach, sind wir älter
die Luft erscheint uns spürbar kälter
das Licht es wirket etwas trüber
die Ruhe wird uns immer lieber
und unser Herz?
Was zaget es mir in der Brust
sehnt sich nach Ruh, als auch nach Lust
will nach draussen und nach drin’
es fühlt sich alt sowohl als jung
Das Herz, es ziemt ihm nicht das Alter
verpuppts sich und blüht wie ein Sonnenfalter
mit jedem Einstrom Vergangenes halten
mit jedem Ausstrom
die Zukunft gestalten
es wird und ward
und ist in mir
im fernen All
im jetzt und hier
Das Herz gestaltet unsre Zeit
und weset selbst in Ewigkeit
Es werde Musik
Im Anfang sprach Gott
es werde Licht
Es werde Musik
das sagte er nicht
Denn Musik war
bevor alles Licht erst entstand
bereits göttliches Fühlen
göttliches Wollen
und alles umfassender
Gottesverstand
Und gäb’s nicht Musik
das verspreche ich dir
gäbs weder die Welt
noch ein Ich, Du und Wir
Und woll’n wir gebührend
Gott loben im Leben
wird Musik unsern Dank
in den Himmel erheben
März
Silberhauch
du brichst
wie der Schwan im Ei
durch harte Krusten
und entfaltest deine Pracht
Zitterluft
Vogelatem
durch das letzte Eis
lugt das Fischaug
nach der ersten Mücke
Entschlackt
verjüngt
der Erde Brust
nimmt tief den ersten Atemzug
geheiligt
durch die Nächte der Entbehrung
freudejung
Welt, ich komme!