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Engel haben Flügel was unsre Beine leistern. Sie gehen Schritt für Schritt Das Licht das uns hell macht im Andern, |
Alle Beiträge von juerg
Dich selber verschenken
Du musst dich nicht verrenken
nur ein bisschen dich selber verschenken
und schon wird dir das Leben
alles weitere dazu geben
ECCE HOMO
was in uns lebt
was in uns strebt
was über unsern Häuptern schwebt
wird
durch Erdenwiderstand erwacht
in Erdennacht
dem Himmelstage dargebracht
Wie schön, dir ade zu sagen
Wie schön
heut Morgen
dir ade zu sagen
und zu wissen
nicht für immer, nein
nur für ein klein Kleinweilchen
schon heut Abend
darf ich wieder
bei dir sein
Über uns Sonne, Mond und Sterne
Über uns Sonne, Mond und Sterne
und über allem – in weit weiter Ferne
die werdende Welt
Unter uns Erde, darunter das Feuer
und unter allem die ungeheuer
wirkende Kraft
In uns das Ich, das Du und das Wir
und zuinnerst von allem
das Werden und Wirken
liebenden Seins
Geniesse das Leben
Geniesse das Leben
es dauert nicht,
sondern es ist.
Es ist in jedem Augenblick.
Nur wer im Augenblick
zu leben vermag,
der lebt wirklich.
Wer im Augenblick
zu leben vermag
der lebt in Ewigkeit.
In jener Ewigkeit
die aus jedem Augenblick
hervorkeimt.
Die Ungeduld in mir
Wo kommt sie her
die scheue Ungeduld in mir
die wieder mich umtreibt
ohne mein Zutun
jedes Jahr
Weihnachten entgegen
mich unruhig werden lässt?
Das Dunkel des Dezemberhimmels verdoppelnd
erblindet mich mein eigenes Ziel
das fern vom Hier und Jetzt
mich entfernt von dem
was in mir steckt
das mich ruft die ganze Zeit
und ichs nicht hör
weil es so nah‘
und das seit meinem Anfang
mich mahnt, zu werden
sich danach sehnt
geboren zu werden
Erlösung bringend
dass Weihnachten
endlich werde
Dezember
warten
warten bis
bis sie vorbei
vorbei die Zeit
die Zeit die dunkle
die jedes Jahr mich überfällt
und jedes Jahr mich
hinüberträgt
hinüber
trägt
Ich liebkose dich
ich liebkose
dich
meine Rose
meine Blüte
die ich
behüte
du meine Zarte
auf die ich
wenn sie Minuten nur fort ist
schon warte
ich liebkose dich
in Gedanken
spür deine Arme
die lieben
die schlanken
liebkose dich
mit Leib und Seele
und fühl mich so reich
und fühl mich so seelig
und fühl mich verbunden mit dir
auf ewig
November
Draussen nächtets,
drinnen glimmt’s.
Wess’ Freudefunken ist’s?
Ich schau hinein,
in mich
und sehe nichts,
nur dunkel.
Was ist dies Glimmen?
Licht ohne Feuer?
Nein, der Hoffnung Flaum,
der Sehnsucht Saum,
die ich zu hegen habe,
bang gelassen aus Erfahrung.
Was kommt gewisser;
der nächste Sommer oder der Winter?
Nun ist nichts als nur noch diese Dichte,
unausgesprochen dunkel
und doch ahnungsvoll erhellt.
Vorwärts! Vorwärts?
Ein Trösten, Hauch der Ewigkeit
in diesem Glimmen.
Vielleicht kann ich’s haschen.
Doch wer, wenn dies Glimmen erlischt
gibt mir Licht?
Welch seltsame Erfahrung:
Wend’ ich mich ab, so tut es dies auch.
Hab’s doch gewusst. Dieser Trug!
Verlass dich nicht auf ferne Lichter…!
Bleib ich stehn, steht es auch.
Wende mich um, einen Schritt, noch einen.
Ist’s meine eigene Ferne, die die Distanz schafft
oder rafft, und wenn ja, wie ist’s mit dem Licht?
Fehlt es tatsächlich oder bin ich’s an dem es gebricht?
Wunder der Augen! Sehen sie doch, was zu sehn sie gar nicht vermögen.
Wunder der Sinne, empfangen sie das, woraus selber sie erst sind.
Und die Schatten, die Kälte?
Das Zwischending!
Mir gegeben, zu erkennen
das Hier, das Dort
und das Dazwischen
und wie das eine
im andern lebt
ohne Verwischen.
Ich-Bürger zweier Welten
voller Wärme, voller Licht,
Die Kühlung bringt uns nicht zum Frieren
Die Dunkelheit macht uns noch lange nichtblind!
Lass uns an diesem Ort verweilen!
Und innig sein
zwischen der Erinnerung
und dem neuen Werden.