Zeit haben heisst Zeit geben
Man hat genau so viel Zeit
wie man sich nimmt
oder besser gesagt
wie man sich gibt
Zeit haben heisst Zeit geben
Man hat genau so viel Zeit
wie man sich nimmt
oder besser gesagt
wie man sich gibt
Oh Turm
Deine Höhe ist nicht dein eigenes Werk
sondern das der Bauleute
die tief im Dreck dein Fundament gelegt
dich aufgerichtet haben
und dir den Glanz von heute geschenkt
Deine Höhe ist das Wirken jener Menschen
die nun tief unter dir stehen
und manchmal hinauf schauen
und seufzen
Ideen gestalten
das Leben erhalten
dem Ziele sich stellen
den Auftrag erfüllen
und
Das Leben geniessen
sich gehn lassen und fliessen
geführt ganz von Sinnen
erblühn und zerrinnen
Diese zwei Haltungen
sind zwei Seiten des Seins
wie beim Papierblatt
es gibt zwei oder keins
So sind wir gestellt
in die Tugend der Welt
Zerfliessend – das Leben erhalten
empfindend – Ideen gestalten
geniessend – den Auftrag erfüllen
gelassen – der Pflicht sich stellen
Lässt sich das eine
im andern erlösen
wird das Menschenwesen
genesen
Den Schatten verstehen
den Schatten auch sehen
kann nur wer aus Licht
und aus diesem heraus
in die Freiheit aufbricht
Stille
Sie trügt am See
Wechselspiel der Elemente
wenn Winde gegen Wasser blasen
Wallen Wasser Wellen wogender Bogen
Wollen wallend wie Wände übereinander fallen
Wo Wogen gegen Wogen wogen schäumt der Kamm
Wo keine Gegend zugegen wogen Wellen gegen Nichts
Wo sie wo dagegen wogen, dann brischt die Gischt im Schaum
Und Wellen schlagen über und unter sich durch sich hindurch
Wo gehn die Wellen, wo gehn sie hin nach dem Wogen
Wenn sie leichter wellen als sie wiegen
Leichter wogen als sie wogen
Wenn sie – wechselseitig
Einander unterliegen
Sich besiegen
Im Liegen
Und im
Ruhn