Jeden Tag, jede Wochehalt ich meine Pflichtbis unter mir der Boden brichtins Licht |
Archiv der Kategorie: Trost
Nacht
Dass es Nacht wird
muss ich spüren
muss ich wissen
muss ich fühlen
um die Kraft
des Lichtes
zu erleben
das im
Dunkeln
nicht nur
erstrahlet
sondern die
Finsternis selber
zu entzünden vermag
|
dass |
Zeit noch zum Verschnaufen
Weihnachtsbäume draussen
werden angedreht
wenn’s dämmert
und im Vorübergehen weiss ich
bald ist Weihnacht
wenig Zeit noch zum Verschnaufen
Düfte, Autos, Glimmerfenster
die Gedanken
fluktuieren
und im Vorübergehen weiss ich
bald ist Weihnacht
wenig Zeit noch zum Verschnaufen
Kinderhände werfen Schneeball
Kinderbacken
werden rot
und im Vorübergehen weiss ich
bald ist Weihnacht
wenig Zeit noch zum Verschnaufen
Kinderaugen schaun das alles
Kinderseelen
hell und warm
und im Vorübergehen ahn’ ich
hier ist Weihnacht
stets ist Weihnachten
und ich will und darf verschnaufen
Die scheue Ungeduld
| Wo kommt sie her die scheue Ungeduld in mir die wieder mich umtreibt ohne mein Zutun jedes Jahr Weihnachten entgegen mich unruhig werden lässt?
Das Dunkel des Dezemberhimmels verdoppelnd dass Weihnachten endlich werde |
Morgenblau
Morgenblau steigt
ohne mein Zutun
klärend
über die nachtschwarze Schwere
Dein Lied
Wie habe ich mit mir gerungen
sah nur düstre Nebel, ach
du hast mir ein Lied gesungen
da ist mir etwas aufgesprungen
und junges Leben wurde wach
Flügelfeder
Wie eine Flügelfeder
streift der Gedanke an dich
meine Seele – so nah
Das Leben ist so proppen rund
Das Leben ist so proppen rund
gefährlich zwar
und doch gesund
Das Leben,
es geht immer weiter
mal ist es trüb
dann wieder heiter
Was man zur Kenntnis nehmen muss
ist: Leben macht des öftern Schluss
Und immer meint man, sei’s das Ende
doch meistens ist’s nur eine Wende
In jedem Ende verbergen sich Träume
neue Erfahrung, Entfaltungsräume
Wie die Puppe zum Schmetterling wird
ein jedes Ende uns neu gebiert
Vergänglichkeit
Zwiespalt der Vergänglichkeit
ihre Schulter erscheinet uns kühl
doch edelt sie den Augenblick
zum Juwel
Dass ein Ding nicht ewig dauert
verleiht ihm jene Kostbarkeit
deretwegen wir zu leben
uns einst entschlossen hatten
Ewigkeit auf Erden
führte zur Übersättigung
Das Vergängliche aber
schreibt sich ein ins Buch der Zeit
und bleibet damit aller Ewigkeit erhalten
Die Ewigkeit ist jenes Buch
in der die Augenblicke eingetragen bleiben
die das Zeitliche ins Leben schrieb
Das Unabänderliche
Das Unabänderliche
hat uns in der Hand
Was daraus wird
prägt unsern Verstand
Erfahrung wird
unser Alltagsgewand
Weise ist
wer das Band
des Glücks gerade
im Unabänderlichen fand