die darin Andacht feiert,
so erschüttert uns doch,
wenn das äussere Kleid zusammenbricht.
Nun heisst es, leibfrei zu beten.
Wohlan, wer gerüstet ist.
Und wohlan, wer nicht gerüstet ist.
Denn der Fingerzeig gilt uns.
Der wahre Dichter
hat viele Gesichter.
Je nach Laune
schreibt er leicht‘
oder gewichter.
Sehr selten nur spricht er.
Spricht er doch,
wird der Dichter
ein verflixter
Berichter.
Mär und Wahrheit
verflicht er,
wird schnell gröber,
oft schlichter,
und damit zum geistigen
Inhaltsvernichter.
Doch merkt er‘s,
unterbricht er,
denn auf Geist
ist erpicht er.
Nimm dir Zeit
Nimm dir Zeit für einen Gedanken
Nimm dir Zeit, um einen Gedanken zu denken
Nimm dir Zeit, um einen Gedanken zu denken und dich zu fragen,
wo der herkommt.
Nimm dir Zeit, um einen Gedanken zu denken und dich zu fragen,
wo der herkommt, wenn du ihn denkst,
und wo er war, als du ihn noch nicht dachtest.
Nimm dir Zeit, um einen Gedanken zu denken und dich zu fragen,
wo der herkommt, wenn du ihn denkst,
wo er war, als du ihn noch nicht dachtest,
und vielmehr, wo er hingeht, wenn du ihn nicht mehr denkst.
Nimm dir Zeit, um einen Gedanken zu denken und dich zu fragen,
wo der herkommt, wenn du ihn denkst,
wo er war, als du ihn noch nicht dachtest,
und vielmehr, wo er hingeht, wenn du ihn nicht mehr denkst,
sondern ihn wiederfindest,
am Ende der Zeit.
Nimm dir Zeit, um einen Gedanken zu denken und dich zu fragen,
wo der herkommt, wenn du ihn denkst,
wo er war, als du ihn noch nicht dachtest,
und vielmehr, wo er hingeht, wenn du ihn nicht mehr denkst,
sondern ihn wiederfindest,
am Ende der Zeit,
und dich fragst:
Wer denkt, wenn du Ich denkst?
Ewige Zeit
es gibt sie nicht
Denn Lebenssubstanz
ist Werden und Vergehen
Nur das Sein
hebt sich heraus
in das Bleibende
Seelenbegegnung bildet Welt
Welt bildet Seelenbegegnung
Was aber ins Zeitliche geschrieben
urständet im Ewigen
und führt
durch der Liebe Beständigkeit
zurück in die Zukunft
ewigen Seins
Wenn Worte
ins Leere treffen
Nicht wie damals
in Betlehem
als die Liebe
draussen bleiben musste
weil kein Raum war
was dann?
Was dann
wenn das Wort
ins Leere trifft
in DEINE Leere
und eingeht
in dein Haus?
Was lockt
Schmetterling
dich zur Blume
und kaum
etwas genippt
wieder fort
in die Lüfte
Weiter
reicht der Atem
der grosse Atem
der Schöpfung
weiter
als mein Denken
Sanft eingebettet
eingewoben sind wir
eingewoben
in Zeit und Ewigkeit
eine Zeit
eine Idee
ein Ort
ein Haus
belebt
beseelt
zufrieden
bereit
AUF und alle daVON
. ERsehntes ist entschwunDEN
. STANDEN doch engel bei den TOTEN
Woher kommt sie
diese Wärme
die jede Nacht
mich erfüllt
mich durchströmt
mir Mut gibt
und Kraft
für den kommenden Tag
Lass uns hoffen,
lass uns spüren,
du bist noch,
bist uns nah.
Mein Geist
kanns ertasten,
du selbst
bist noch da.
Nichts können wir sehen,
nichts hören von dir.
Doch manchmal dich fühlen,
als wärest du hier.
Die Tür ist geschlossen.
Du kommst nicht zurück.
Vom Irdischen bist du
in die Himmel entrückt.
Ein Hauch deines Wesens,
deine Liebe, dein Mut;
Sie sind uns geblieben,
das stärkt und tut gut.
Wir sind dir so dankbar
für jeden Moment,
da du mit uns lebtest;
jetzt sind wir getrennt.
Wir wollen nun alles
empfangen wies kommt.
Sei gesegnet im Himmel,
segne du was uns frommt.