Weihnachtsbäume draussen
werden angedreht
wenn’s dämmert
und im Vorübergehen weiss ich
bald ist Weihnacht
wenig Zeit noch zum Verschnaufen
Düfte, Autos, Glimmerfenster
die Gedanken
fluktuieren
und im Vorübergehen weiss ich
bald ist Weihnacht
wenig Zeit noch zum Verschnaufen
Kinderhände werfen Schneeball
Kinderbacken
werden rot
und im Vorübergehen weiss ich
bald ist Weihnacht
wenig Zeit noch zum Verschnaufen
Kinderaugen schaun das alles
Kinderseelen
hell und warm
und im Vorübergehen ahn’ ich
hier ist Weihnacht
stets ist Weihnachten
und ich will und darf verschnaufen
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Die scheue Ungeduld
| Wo kommt sie her die scheue Ungeduld in mir die wieder mich umtreibt ohne mein Zutun jedes Jahr Weihnachten entgegen mich unruhig werden lässt?
Das Dunkel des Dezemberhimmels verdoppelnd dass Weihnachten endlich werde |
Vater
Nicht dein Blick
nicht deine Worte
haben mich als Kind
begleitet
All dein Vatersein
das mich bereitet
lag in deiner Hand
die – selten zwar –
doch wie ein Himmel
mich berührte
Vertrauen
Himmel nachtet
Erde tagt
hell wird’s
wo man etwas wagt
hell leuchten Seelenkerzen
wo Mitleid brennt in unseren Herzen
nicht im Zeitpunkt von unsrem Tun
nein, erst später, – wenn wir ruhn.
Klein und grosses Ringen im Leben
vermag unser Gemüt zur Einsicht erheben
Wenn wir für andre
nicht für uns selber ringen
fängt der Himmel an zu singen
Wo wir aufeinander bauen
braucht’s nicht, – sondern wächst Vertrauen.
quälen
Seelen quälen nicht den andern
sondern selber sich am meisten.
rundumrund
Ich fühle mich heut
rundum rund
so wohl im Bäuchlein
und gesund
Rings um mich
lichtet sich die Welt
vom Sonnenglanze
schön erhellt
Mein Tag du darfst beginnen
Des Abends
wird der Himmel dunkel
nur leise noch
das Sternenfunkel
Des Tages helles Sonnenlicht
Im Traum erquickend weiter spricht
Nacht wird mich neu ersinnen
Nägel mit Köpfen
Nägel zu schmieden
ist schnell einer bereit
Sie mit Köpfen versehen
braucht etwas mehr Zeit
Morgenblau
Morgenblau steigt
ohne mein Zutun
klärend
über die nachtschwarze Schwere
Wegbegleiter
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Alles was ich liebe |
Dienen
Zum Zeitensein sind wir geboren
Im Unendlichen wärn wir verloren
Wie ein Stern ein Ort im Raum
Ein Wort im unerschöpften Saum
Sich selbst verwirklichen heisst geben
Sich selbst verlieren bedeutet leben
Sich entwickelnd durchs Leben wandern
Auf sich schaund und auf die andern
Wer dient, der soll es nie verpassen
sich auch von andern dienen lassen