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Freizeitkapitän Kirchenpräsident Evangelische Kirchgemeinde Lengwil Organist Kirchgemeinde Lengwil Grossvater von Jalynn, Amesh und Noe Vater von Christoff, Jonas, Florin, Benjamin, David und Anna Verheiratet mit Marianne Master Institutionen leiten und entwickeln (MAS Hochschule für Heilpädagogik) Schul- und Heimleiter Sonderschulheim Ekkharthof Lengwil Keyboarder Tanzduo Olo’S Klassenlehrer Ekkharthof Lengwil Diplom SHP am Heilpädagogischen Seminar Zürich (Hochschule für Heilpädagogik) Werklehrer Ekkharthof Lengwil Co-Leiter städtisches Jugendhaus Winterthur Werklehrerseminar an der Kunstgewerbeschule Zürich (Hochschule der Künste) Lehre als Möbelschreiner Geboren am 17.5.1956 in Affoltern am Albis

Hingabe an das Leben

Für Stephan

Was nah war liegt ferne
was fern war liegt nah
Selbst das Licht fernster Sterne
leuchtet hier und ist da

Leben ist Geben 
Geben und Nehmen
Nehmen ist endlich     
Geben nicht       
Geben ist schlicht                
unendlich 

Unendlich ist alles               
alles und nichts          
Nichts ist vergebens    
Der Tod selbst versprichts     
«ich bin dein Geben,  
Hingabe an’s Leben»

EHE – dem

Wie liegt in unserer Sprache drin
oft ein verborgener, tieferer Sinn
So zeigt uns das kleine Wörtchen Ehe
(manch ältrer Mensch hört hier schon „oh Wehe“)
es deutet das Wörtchen Ehe schlicht
weder auf Gunst noch auf die Pflicht,
es deutet darauf, dass – ehe man’s versieht –
ein Pärchen flux zusammengefügt.

Bei vielen Begriffen – danach und davor –
kommt das Wort Ehe versteckt darin vor.
Sagt man GeschEHEn, so meint man fatal:
„Es ist wie es ist – so ist es nun mal.“
Doch selten fragt einer: „wo kommt das nur her?“
Ich will’s euch verraten, es ist nicht so schwer:
„Gesch du oder muss ich?“ so fragt manch ein Pärchen.
Man muss es gestehen: Gesch-Ehen geschehen.

Ein weiteres Wort, zum Unwort verkommen,
ist das VersEHEn. Es bleibt unbenommen
ein allzu leichtfertig verwendetes Wort
Denn Vers-Ehen wirken belustigend fort.
Man stelle sich vor, sie reimet im Laden,
sie reimet im Bett und sie reimet im Wagen,
und findet er mal keinen passenden Reim,
so sagt sie frustriert: heut Nacht kommst du nicht rein.

Es kann jeder und jede von euch noch ganz viele
Ehe-Worte finden und –Spiele
Ein kurzes Wort noch zum wölbigen Schlauch
den gewöhnlich man nennt den verheirat’en Bauch.
Ein Kindlein will wachsen, will trinken, bald springen
und alsbald mit Trotz seinen Willen erringen.
Da muss man ErziEHEn, und Er glaubt an den Brauch,
er ziehe alleine, doch meist zieht Sie auch.

Was seh ich, oh Schreck: im Erziehen ist wieder
nach „Erzi“ das Wort Ehe; – die zieh’n also auch.
Und zieht in den Ehen ein jeder gut mit,
dann bleibt man stets aktiv, beweglich und fit.
Man wird miteinander das Leben begEHEn
und wird so gemeinsam das Leben bestEHEn.

So schafft die beste aller Best-Ehen