Für Elisabeth
Intensität In Spannung sein Wollen wir das? Wille Ein Ziel erreichen Sind wir das? Mensch Sich verlieren in der Hingabe In der Kraft des Selbstes das Sein erschaffen Tun wir das? Leben Ja, du bist Das Wunder offenbart sich in Dir !
Für Elisabeth
Intensität In Spannung sein Wollen wir das? Wille Ein Ziel erreichen Sind wir das? Mensch Sich verlieren in der Hingabe In der Kraft des Selbstes das Sein erschaffen Tun wir das? Leben Ja, du bist Das Wunder offenbart sich in Dir !
Für Stephan
Was nah war liegt ferne
was fern war liegt nah
Selbst das Licht fernster Sterne
leuchtet hier und ist da
Leben ist Geben
Geben und Nehmen
Nehmen ist endlich
Geben nicht
Geben ist schlicht
unendlich
Unendlich ist alles
alles und nichts
Nichts ist vergebens
Der Tod selbst versprichts
«ich bin dein Geben,
Hingabe an’s Leben»
Wasserspiegel
du klebst am Stoff
und spiegelst Licht
Weinen mit dir
ist tausendmal schöner
als lachen alleine
Wie liegt in unserer Sprache drin
oft ein verborgener, tieferer Sinn
So zeigt uns das kleine Wörtchen Ehe
(manch ältrer Mensch hört hier schon „oh Wehe“)
es deutet das Wörtchen Ehe schlicht
weder auf Gunst noch auf die Pflicht,
es deutet darauf, dass – ehe man’s versieht –
ein Pärchen flux zusammengefügt.
Bei vielen Begriffen – danach und davor –
kommt das Wort Ehe versteckt darin vor.
Sagt man GeschEHEn, so meint man fatal:
„Es ist wie es ist – so ist es nun mal.“
Doch selten fragt einer: „wo kommt das nur her?“
Ich will’s euch verraten, es ist nicht so schwer:
„Gesch du oder muss ich?“ so fragt manch ein Pärchen.
Man muss es gestehen: Gesch-Ehen geschehen.
Ein weiteres Wort, zum Unwort verkommen,
ist das VersEHEn. Es bleibt unbenommen
ein allzu leichtfertig verwendetes Wort
Denn Vers-Ehen wirken belustigend fort.
Man stelle sich vor, sie reimet im Laden,
sie reimet im Bett und sie reimet im Wagen,
und findet er mal keinen passenden Reim,
so sagt sie frustriert: heut Nacht kommst du nicht rein.
Es kann jeder und jede von euch noch ganz viele
Ehe-Worte finden und –Spiele
Ein kurzes Wort noch zum wölbigen Schlauch
den gewöhnlich man nennt den verheirat’en Bauch.
Ein Kindlein will wachsen, will trinken, bald springen
und alsbald mit Trotz seinen Willen erringen.
Da muss man ErziEHEn, und Er glaubt an den Brauch,
er ziehe alleine, doch meist zieht Sie auch.
Was seh ich, oh Schreck: im Erziehen ist wieder
nach „Erzi“ das Wort Ehe; – die zieh’n also auch.
Und zieht in den Ehen ein jeder gut mit,
dann bleibt man stets aktiv, beweglich und fit.
Man wird miteinander das Leben begEHEn
und wird so gemeinsam das Leben bestEHEn.
So schafft die beste aller Best-Ehen
Corina und Corona
dachten nix die Bohna,
beim zusammen Wohna,
und kamen nicht mal so nah.
Stets wenn mich die Muse küsste,
geschah’s fast immer nicht bewüsste.
Wie das Ei in der Schale
bliebe diese geschlossen,
wie eine Nuss
blieb’ sie unaufgebrochen,
so wäre der Sinn des menschlichen Strebens
– bleibt es in sich verschlossen –
vergebens.
Improvisation,
was ist das schon?
Ist’s hörendes Erleben
erlebendes Erhöhren
Höhen und Tiefen erleben
sich selber erlebendes Leben
Improvisation,
was ist das schon?
Ein Halten im steten Vergehen
ein stetes Stehen im Gehen
Der Versuch die Zeit zu halten
im Zeitstillstand sich entfalten
Was ist es schon,
Improvisation?
Was? – Ist es schon?
Ist es schon Improvisation?
Was ist eine Pause?
Ist eine Pause Kunst?
Ist eine Kunstpause Kunst?
Es ist eine Kunst, Pause zu machen.
– … –
Pause zu machen, ist eine Kunst.
Ist Pausenkunst Pause?
Ist Kunst Pause?
Was ist Kunst?