Was ist so stark
wie Engelsflügel
versetzet Berge
versetzet Hügel
Glücklich wer es weiss
und glücklich, wer es fände;
es sind die liebend
helfenden Hände
Was ist so stark
wie Engelsflügel
versetzet Berge
versetzet Hügel
Glücklich wer es weiss
und glücklich, wer es fände;
es sind die liebend
helfenden Hände
Du bist meine Mitte
ohne dich kann ich nicht leben
sagt selbst der mächtige Umfang
zum winzigen Mittelpunkt
Weisst du, dass das Holz dunkel wird
wenn es altert?
Und brennt doch besser
je dürrer es wird.
Muss – je älter er wird –
der Mensch auch verbrennen,
wenn er helle bleiben will?
Ich sitze am Fenster
und schaue durchs Glas
den Nachtvögeln zu
die bedrohlicher als sonst
ihren Schattenflug drehen
Schwarze Augen
mit Leuchtpunkten
– so meine ich –
schauen
nicht zu mir,
sie schauen in die Welt.
Soll ich mich doch
hinaus begeben?
Ewig kreisen – fern der Mitte –
Sterne ihre weite Bahn.
Zum Zentrum sucht
mein Geist voll Sitte;
doch, …
mehr zieht mich der Umkreis an.
Der Herbst hält Ausschau
Nach heissem Sommer
tut etwas Kühle gut
Gern hätte ich
die Sommertage
noch etwas länger gekostet
Doch das Nebelbänkchen vor der Tür
deutet still zur Einkehr
die ich wohl brauchen mag
nach dem Sommerflirren.
Welch eine Kraft,
die im Verborgenen
zu wirken vermag.
Wie stark ist die Seele,
die den Nebel des Alltags
durchbricht.
Wie schön ist der Mensch,
der das Leben
nicht nur erleidet,
sondern gestaltet
wie du.
Über der Ehe liegt ein Segen
der nicht von Menschenhand gemacht
der weiter geht als unser Denken
und der in uns ein Bewusstsein schafft
das in manch kritischem Moment
unser Handeln zögert, ändert
und zum guten Ende wendet.
| Welche Gegenwart Gottes Kind deine warme Backe mich suchend und mitnehmend dein Händchen furchtlos der unendlichen Welt entgegengestreckt und damit den Punkt gesetzt und bestimmt das Hier und Jetzt Da ist Leben Sein und Sinn |
Man
wohnt
gewohnt
und lebt gewandt
und bleibt doch
alle Zeit gebannt
vor der Wand
obwohl man weiss
irgend wann
bin ich dran
bin auch ich dran
durch sie hindurch zu gehen
zu gehn
und zu sehn
wie die Dinge
– vor der Wand –
vergehn
und hinter der Wand
geliebt
von unbeschreibbar
göttlicher Hand
bestehn.